PERVERSE DECOLONIZATION?

Neue Nationalismen, toxische Patriotismen und Ausgrenzungssysteme sind auf dem Vormarsch, verstärkt durch Technologien und verwurzelt in Kolonialismus, Sklaverei und Klassismus. Unsere Gegenwart stellt eine einzigartige Verdrehung dieser uralten Strukturen dar. Die Rhetorik der Dekolonisierung wird heute von autokratischen Regimen missbraucht und durch immer gespenstischere kulturelle Praktiken normalisiert. Es ist diese paradoxe und verwickelte Situation, die wir, vielleicht etwas emotional, als “pervertierte Dekolonisation” bezeichnet haben. Dieses Buch ist das Ergebnis eines (selbst-)kritischen Projekts mit Diskussionen, Ausstellungen und Workshops in Köln, Polen, Israel, Hongkong und Chicago. Seine Gespräche und Essays hinterfragen das verdrehte und unterdrückerische Klima in einer Welt, in der die wahre Dekolonisierung erst noch beginnen muss.

PERVERSE DECOLONIZATION?

Herausgegeben von Ekaterina Degot, David Riff, Jan Sowa

Mit Beiträgen von Avital Barak, Saddie Choua, Cosmin Costinaş, Ekaterina Degot, Natasha Ginwala, Andrzej Leder, Georgy Mamedov, Walter Benn Michaels, Joanna Rajkowska, David Riff, Aneta Rostkowska, Joshua Simon, Jan Sowa, Hito Steyerl, Mark Terkessidis, Mi You

182 Seiten, Deutsch
Die englische Ausgabe dieses Buches ist unter gleichem Titel erschienen.
ISBN: 978-3-948212-47-6

Verlegt von Akademie der Künste der Welt / Köln und Archive Books / Berlin

Euros 18,00